Deutsche Lieder - German Songs


Deutschlandflagge



Viele dieser Lieder sind schöne Erinnerungen an meine Kindheit und die vielen Zeltlager, die wir hatten. Die katholische Pfarrgemeinde St. Michael in Langenberg/Rheinland hatte jedes Jahr ein Zeltlager, und die Abende am Lagerfeuer sind einfach unvergesslich. Es wurde viel zur Gitarre gesungen. Hier sind einige der Lieder und Texte, die so in einem "hängenbleiben", die man nie vergisst, egal wie lange es her ist.

Und es geht vielleicht vielen so, besonders wenn man im Ausland lebt. Deutsche Volkslieder, deutscher Brauchtum, das soll erhalten bleiben.

Ich habe diese Lieder auf verschiedenen Seiten im Internet gefunden wie auch aus den Musikbüchern meiner Kindheit. Andere Lieder spiegeln Erinnerungen an den Kölner Karneval und die vielen Weinfeste am Rhein wider.

Du solltest Airplay Real Audio haben, um einige dieser Lieder zu hören. Andere wiederum sind im Midi-Format. Lass mich wissen, falls Du welche hinzuzufügen hast.



And now in English:

Sweet memories - these songs reflect an important part of my childhood, as a teen, when we went to summer camp. The catholic community of St. Michael in Langenberg/Rhineland, had every year a summer camp. And the evenings at the camp fire are unforgetable. And we sung a lot to the guitar. Here are some songs and lyrics you never forget, they are "burned in" into your mind, forever. It doesn't matter, how long ago it was.

And I think others are experiencing the same, especially if you live in a foreign country. German folk songs, German tradition, we should keep it up.

I have found these songs at various pages throughout the Internet and from my old music books. Other songs reflect memories of the Cologne carnival and the wine fest's along the river rhine.

You should have Airplay Real Audio to listen to some of these songs. Others are in midi format. Please let me know if you want to add some.




Bergvagabunden
Ein Heller und ein Batzen
Schwarzbraun ist die Haselnuss
O du schöner Westerwald
Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Hohe Tannen
Eine Seefahrt, die ist lustig
Die Affen rasen durch den Wald
Die Leineweber
Hab’ mein’ Wage’ vollgelade’
Horch was kommt von draußen rein
Nun, adé, du mein lieb Heimatland
Polenmädchen
Zogen einst fünf wilde Schwäne
Trinklieder

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Bergvagabunden

Text: Erich Hartinger Musik: Volksweise

Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, steigen dem Berggipfel zu,
in unsern Herzen brennt eine Sehnsucht, die läßt uns nimmermehr in Ruh.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Mit Seil und Haken alles zu wagen, hängen wir in Steigerwand.
Wolken die Ziehen, Edelweiß blühen, wir klettern mit sicherer Hand.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, ach, wie so schöön ist die Welt!
Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, alles aufs beste bestellt.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir.
Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.

Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen, Berge, die leuchten so rot.
Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, Brüder auf Leben und Tod.
Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhen, Bergkammeraden sind treu, ja treu.
Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhen, Bergkammeraden sind treu.

Bergvagabunden Midi

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Ein Heller und ein Batzen

Text & Musik: Albert Graf von Schlippenbach

Ein Heller und ein Batzen, die waren beide mein, ja mein,
Der Heller ward zu Wasser, der Batzen ward zu Wein, ja Wein.
Der Heller ward zu Wasser, der Batzen ward zu Wein.
Hei-di hei-do hei-da, hei-di hei-do hei-da,
Hei-di hei-do hei-da, ha ha ha ha ha ha ha.
Hei-di hei-do hei-da, hei-di hei-do hei-da,
Hei-di hei-do hei-da.

Die Wirtsleut und die Mädel, die rufen beide: "O weh, o weh."
Die Wirtsleut wenn ich komme, die Mädel wenn ich geh, ja geh.
Die Wirtsleut wenn ich komme, die Mädel wenn ich geh.
Hei-di hei-do hei-da...

Mein Strümpfe sind zerrissen, mein Stiefel sind entzwei, entzwei,
Und draussen auf der Heide, da singt der Vogel frei, ja frei.
Und draussen auf der Heide, da singt der Vogel frei.
Hei-di hei-do hei-da...

Und gäb's kein Landstrass' nirgends, da säss ich still zu Haus, zu Haus,
Und gäb's kein Loch im Fasse, da tränk ich gar nicht draus,
Und gäb's kein Loch im Fasse, da tränk ich gar nicht draus,
Hei-di hei-do hei-da...

Ein Heller und ein Batzen Midi

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Schwarzbraun ist die Haselnuss

Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich, ja ich.
Schwarzbraun muß mein Mädel sein, gerade so wie ich!
Hol-dri-o, ju-vi-du-vi-di, ha ha ha, hol-dri-o, ju-vi-du-vi-di, ha ha ha,
Hol-dri-o, ju-vi-du-vi-di, ha ha ha, hol-dri-o, ju-vi-du-vi-di.

Mädel hat mir Busserl geb'n, hat mich schwer gekränkt, gekränkt.
Hab ich's ihr gleich wieder geb'n, ich nehm ja nichts geschenkt.
Hol-dri-o...

S' Mädel hat nicht Hof noch Haus, s' Mädel hat kein Geld, kein Geld,
doch ich geb' sie nicht heraus für alles in der Welt.
Hol-dri-o...

Kernig ist die Haselnuss, kernig bin auch ich, ja ich.
Wenn ich eine heirat'n tu, so muss sie sein wie ich.
Hol-dri-o...

Schwarzbraun ist die Hazelnuss Midi

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O du schöner Westerwald

Heute wollen wir marschier’n, einen neuen Marsch probier’n,
in dem schönen Westerwald, ja, da pfeift der Wind so kalt;
in dem schönen Westerwald, ja, da pfeift der Wind so kalt.

O du schöner Westerwald, (Eucalyptusbonbon!)
Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt,
Jedoch der kleinste Sonnenschein
dringt tief ins Herz hinein.

Und die Gretel und der Hans geh’n des Sonntags gern zum Tanz,
weil das Tanzen Freude macht, und das Herz im Leibe lacht;
weil das Tanzen Freude macht, und das Herz im Leibe lacht.

O du schöner Westerwald...

Ist das Tanzen dann vorbei, gibt es meistens Keilerei,
und vom Bursch, den das nicht freut, sagt man, der hat ja keine Schneid;
und vom Bursch, den das nicht freut, sagt man, der hat ja keine Schneid.

O du schöner Westerwald...

O du schöner Westerwald Midi

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen

Text: Joseph v. Eichendorff (1788-1857) Musik: Theodor Fröhlich(1803-1836)

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.

Die Trägen die zu Hause liegen,
Erquicket nicht das Morgenrot,
Sie wissen nur von Kinderwiegen,
Von Sorgen, Last und Not um Brot.

Die Bächlein von den Bergen springen,
Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,
Was sollt' ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl' und frischer Brust?

Den lieben Gott laß ich nun walten,
Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
Und Erd' und Himmel will erhalten,
Hat auch mein Sach' aufs Best' bestellt.

Wem Gott will rechte Gunst erweisenMidi

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Hohe Tannen

Text: Mündlich überliefert Musik: Volksweise

Hohe Tannen weisen die Sterne
and der Iser wildspringender Flut.
Liegt das Lager auch in weiter Ferne,
doch du, Rübezahl, hütest es gut.
Liegt das Lager auch in weiter Ferne,
doch du, Rübezahl, hütest es gut.

Hast dich uns zu eigen gegeben,
der die Sagen und Märchen erspinnt.
Und im tiefsten Waldesleben
als ein Riese Gestalt annimmt.
Und im tiefsten Waldesleben
als ein Riese Gestalt annimmt.

Komm zu uns an das lodernde Feuer,
in die Berge bei stürmischer Nacht!
Schirm die Zelte, die Heimat, die teure,
komm und halte mit uns treue Wacht!
Schirm die Zelte, die Heimat, die teure,
komm und halte mit uns treue Wacht!

Höre, Rübezahl, was wir dir sagen,
Volk und Heimat, die sind nicht mehr frei!
Schwing die Keule, wie in alten Tagen,
schlage Hader und Zwietracht entzwei!
Schwing die Keule, wie in alten Tagen,
schlage Hader und Zwietracht entzwei!

Hohe TannenMidi

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Eine Seefahrt, die ist lustig

Altes Schifferlied

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön,
denn da kann man fremde Länder und noch manches andre sehn.
Hol-la-hi, hol-la-ho, hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho,
Hol-la-hi, hol-la-ho, hol-la-hi-a hi-a hi-a, hol-la-ho.

Jeden Morgen un halb sechse heisst es: Reise, reise, reise!
Überall zurrt Hängematten nach der alten Seemannsweie.
Hol-la-hi...

Unser Käpten, dieser Dicke, kaum drei Käse ist er hoch,
auf der Brücke eine Schnautze, wie 'ne Ankerklüsse gross.
Hol-la-hi...

In des Bunkers tiefsten Gründen, zwischen Kohlen ganz versteckt,
pennt der allerfaulste Stoker, bis der Obermast ihn weckt.
Hol-la-hi...

"Komm mal rauf, mein Herzensjunge, komm mal rauf, du altes Schwein,
nicht mal Kohlen kannst du trimmen und ein Stoker willst du sein?"
Hol-la-hi...

Und er haut ihm vor’n Dassel, daß er in die Kohlen fällt
und die heilgen zwölf Apostel für ‘ne Räuberbande hält.
Hol-la-hi...

Mit der Fleischback schwer beladen schwankt der Seemann übers Deck,
doch das Fleisch ist voller Maden, läuft ihm schon von selber weg.
Hol-la-hi...

Und der Koch in der Kombüse ist ‘ne dicke, faule Sau,
mit de Beene ins Gemüse, mit de Arme in Kakau,
Hol-la-hi...

Und die kleine weißen Möwen, die erfüllen ihren Zweck
und sie stn, stn, stn auf das frischgewaschne Deck.
Hol-la-hi...

In der Heimat angekommen, fängt ein neues Leben an,
eine Frau wird sich genommen, Kinder bringt der Weihnachtsmann.
Hol-la-hi...

Eine Seefahrt die ist lustig Midi

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Die Affen rasen durch den Wald

Wort und Weise mündlich überliefert

Die Affen rasen durch den Wald,
der eine macht den andern kalt.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss, wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

Die Affenmama sitzt am Fluss
und angelt nach der Kokosnuss.
Die ganze Affenbande...

Der Affenonkel, welch ein Graus,
reißt ganze Urwaldbäume aus.
Die ganze Affenbande...

Die Affentante kommt von fern,
sie isst die Kokosnuss so gern.
Die ganze Affenbande...

Der Affenmilchmann, dieser Knilch,
der wartet auf die Kokosmilch.
Die ganze Affenbande...

Das Affenbaby voll Genuß
hält in der Hand die Kokosnußss
Die ganze Affenbande brüllt:
"Da ist die Kokosnuss, da ist die Kokosnuss,
es hat die Kokosnuss geklaut."

Die Affenoma schreit: "Hurra!
Die Kokosnuss ist wieder da!"
Die ganze Affenbande brüllt:
"Da ist die Kokosnuss..."

Und die Moral von der Geschicht:
Klaut keine Kokosnüsse nicht,
weil sonst die ganze Bande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss...?"

Wo ist die KokosnussMidi

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Die Leineweber

Volksweise aus Hessen

Die Leineweber haben eine saubere Zunft;
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Mittfasten halten sie Zusammenkunft;
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Aschegraue, dunkelblaue, schrum, schrum; schrum.
mir ein Viertel, dir ein Viertel, schrum, schrum; schrum.
Fein oder grob, Geld gibt es doch,
aschegraue, dunkelblaue, schrum, schrum, schrum.

Die Leineweber schlachten alle zwei Jahr zwei Schwein,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
das eine ist gestohlen, das andre ist nicht sein,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Aschegraue...

Die Leineweber nehmen keinen Lehrjungen an,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
der nicht sechs Wochen hungern kann,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Aschegraue...

Die Leineweber haben auch ein Schifflein klein,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
da setzen sie Wanzen und Flöhe hinein,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Aschegraue...

Die Leineweber machen eine zarte Musik,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
als führen zwanzig Müllerwagen über die Brück,
ha-rum di-dscha-rum, schrum, schrum, schrum.
Aschegraue...

Die LeineweberMidi

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Hab’ mein’ Wage' vollgelade’

Niederrheinisches Volkslied

Hab’ mein’ Wage' vollgelade’, voll mit alten Weibsen,
Als wir in die Stadt ‘nein kamen, fing’n sie an zu keifen.
Drum lad ich all’ mein Lebetage nie alte Weibsen auf mein Wage’.
Hü, Schimmel, hü ja hü, hü, Schimmel, hü.

Hab’ mein’ Wage' vollgelade’, voll mit Männern alten.
Als wir in die Stadt reinkamen, murrten sie und schalten.
Drum lad’ ich mein Lebetage nie alte Männer auf mein Wage’, Hü, Schimmel,...

Hab’ mein’ Wage' vollgelade’, voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor reinkamen, sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad’ ich all mein Lebetage nur junge Mädchen auf mein Wage’.
Hü, Schimmel...

Hab’ mein’ Wage' vollgelade’Midi

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Horch was kommt von draussen rein

Badisches Volkslied

Horch, was kommt von draussen rein? Ho-la-hi, ho-la-ho.
Wird wohl mein Feinsliebchen sein, ho-la-hi-a-ho!
Geht vorbei und schaut nicht rein? Ho-la-hi, ho-la-ho.
Wird’s wohl nicht gewesen sein, ho-la-hi-a-ho.

Leute haben’s oft gesagt, ho-la-hi, ho-la-ho.
Was ich füein Liebchen hab’, ho-la-hi-a-ho.
Laß sie reden, schweig fein still, ho-la-hi, ho-la-ho.
Kann ja lieben wen ich will. Ho-la-hi-a-ho.

Sagt mir, Leute, ganz gewiß, ho-la-hi, ho-la-ho.
was das für ein Lieben ist; ho-la-hi-a-ho.
Die ich liebe, krieg ich nicht, ho-la-hi, ho-la-ho.
und ‘ne andre mag ich nicht. Ho-la-hi-a-ho.

Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, ho-la-hi, ho-la-ho.
Ist für mich ein Trauertag, ho-la-hi-a-ho.
Geh dann in mein Kämmerlein, ho-la-hi, ho-la-ho.
Trag den Schmerz für mich allein. Ho-la-hi-a-ho.

Wenn ich mal gestorben bin, ho-la-hi, ho-la-ho.
Trägt man mich zum Friedhof hin. Ho-la-hi-a-ho.
Setzt mir keinen Leichenstein, ho-la-hi, ho-la-ho.
pflanzt mir drauf Vergissnichtmein. Ho-la-hi-a-ho.

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Nun, adé, du mein lieb Heimatland

Text: August Dischoff Musik: Volksweise

Nun adé, du mein lieb’ Heimatland, lieb Heimatland, adé!
Es geht jetzt fort zum fernen Strand, lieb Heimatland, adé!
Und so sing ich denn mit frohem Mut,
wie man singet wenn man wandern tut,
lieb Heimatland, adé!

Wie du lachst mit deines Himmelsblau, lieb Heimatland, adé!
Wie du grüßest mich mit Feld und Au, lieb Heimatland, adé!
Gott weiss, zu dir steht stets mein Sinn,
doch jetzt zieht mich’s zur Ferne hin,
lieb Heimatland, adé!

Begleitest mich, du lieber Fluß, lieb Heimatland, adé!
Bist traurig, daß ich wandern muss, lieb Heimatland, adé!
Vom moos’gen Stein am wald’gen Tal,
da grüss ich dich zum letzten Mal,
lieb Heimatland, adé!

Llieb Heimatland, adéMidi

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Polenmädchen

Text & Musik: Martin Stonsdorf

In einem Polenstädtchen, da wohnte einst ein Mädchen.
Sie war so schön!
/: Sie war das allerschönste Kind, das man in Polen findt,
aber nein, aber nein, sprach sie, ich küsse nie! :/

Ich führte sie zum Tanze, da fiel aus ihrem Kranze ein Röslein rot.
/: Ich hob es auf von ihrem Fuss, bat sie um einen Kuss,
aber nein, aber nein, sprach sie, ich küsse nie! :/

Und als der Tanz zu Ende, da reicht sie mir die Hände zum Abschiedsgruss.
/: "Nimm hin, du stolzer Grenadier, den ersten Kuss von mir,
vergiß Maruschka nicht, das Polenkind!" :/

Und als ich kam nach Polen und wollt Maruschka holen,
ich fand sie nicht.
/: Ich suchte da, ich suchte dort, ich sucht' an jedem Ort,
aber fand Maruschka nicht, das Polenkind. :/

Und unter einer Eiche, da fand man ihre Leiche,
sie war so bleich.
/: Sie hielt 'nen Zettel in der Hand, worauf geschrieben stand,
"Ich hab einmal geküsst und schwer gebüsst. :/

Drum lauted die Parole, küss niemals eine Polin,
sie ist so schwach.
/: Schaff dir ein Bayernmädel an, das mehr vertragen kann,
das nicht beim ersten Kuss gleich sterben muss. :/

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Zogen einst fünf wilde Schwäne

Zogen einst fünf wilde Schwäne
Schwäne leuchtend weiß und schön.
|: Sing, sing, was geschah?
Keiner ward mehr gesehen, ja! :|

Wuchsen einst fünf junge Birken
grün und frisch am Bachesrand.
|: Sing, sing, was geschah?
Keine in Blüten stand. :|

Zogen einst fünf junge Burschen
stolz und kühn zum Kampf hinaus.
|: Sing, sing, was geschah?
Keiner kehrt nach Haus. :|

Wuchsen einst fünf junge Mädchen
schlank und schön am Memelstrand.
|: Sing, sing, was geschah?
Keines den Brautkranz wand. :|

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Wir lieben die Stürme

Worte mündlich überliefert Weise aus der Jugendbewegung

Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen,
der eiskalten Winde rauhes Gesicht.
Wir sind schon der Meere so viele gezogen,
und dennoch sank unsre Fahne nicht.
/: Hei-o, hei-o, hei-o. Hei-o hei-o-ho, hei-o, hei-o-ho, hei-o :/

Unser Schiff gleited stoltz durch die schäumenden Wogen,
es strafft der Wind unsre Segel mit Macht.
Seht ihr hoch oben die Fahne sich wenden,
die blutrote Fahne? Ihr Seeleut, habt acht!
Hei-o ...

Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln,
wir jagen sie weit auf das endlose Meer.
Wir stürzen and Deck, und wir kämpfen wie Löwen,
hei, unser der Sieg, viel Feinde, viel Ehr!
Hei-o ...

Ja, wir sind Piraten und fahren zu Meere;
wir fürchten nicht Tod und den Teufel dazu.
Wir lachen der Feinde und aller Gefahren,
am Grunde des Meeres erst finden wir Ruh.
Hei-o ...

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      ©1998 HLD
      updated 10-25-98

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